Besteuerung deutscher Ärzte mit CH-Praxis

In Zeiten leerer Kassen versuchen die deutschen Finanzbehörden immer neue Steuereinnahmen ausfindig zu machen. Steuerangriffsziel sind dem Vernehmen nach nun deutsche Ärzte, die ihren (steuerrechtlichen) Wohnsitz weiterhin in der BRD haben, ihre Praxis allerdings in der Schweiz ausüben, dort also ihre Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit erzielen und auch in der Schweiz (legal) zu den dortigen ggf. niedrigeren Steuersätzen versteuern. Diese Praxis ist dem deutschen Fiskus offensichtlich ein Dorn im Auge. Obwohl das DBA D-CH in Art. 14 die Besteuerung dieser Einkünfte dem Staat zuweist, in dem sich die Praxis als sogenannte "feste Einrichtung" befindet (mit der Folge des sogenannten Progressionsvorbehalts in D), beruft sich die deutsche Finanzverwaltung auf die ab dem Jahre 2003 geänderte Fassung des § 20 Abs. 2 AStG und wendet - nun nach mehreren Jahren seit 2003 erstmals (als "neue" Steuereinkunftsquelle) -    auf die freiberufliche Tätigkeit eines Arztes in der Schweiz die Hinzurechnungsbesteuerung an mit der Folge der vollen Besteuerung der in CH erzielten Einkünfte in D. Dies erscheint als eklatanter Verstoss gegen das DBA D-CH. In der steuerrechtlichen Literatur wird die Vorgehensweise des deutschen Fiskus bereits äußerst kritisch gesehen. Daher sollten sich die Betroffenen mit allen möglichen Rechtsbehelfen wie Einspruch gegen entsprechende Steuerbescheide, Anträge auf Aussetzung der Vollziehung und gegebenenfalls Klageverfahren wehren. Hierzu steht bei Emigration Now ein hierin versierter deutscher Fachanwalt für Steuerrecht zur Disposition.