Schweizerische Rettungsflugwacht REGA

Eine der im Alpenland bekanntesten Institutionen ist bestimmt die Schweizerische Rettungsflugwacht REGA. Es handelt sich hierbei um eine 1952 gegründete, gemeinnützige private Stiftung und führt mit einem Dutzend Helikoptern und drei Ambulanzjets Rettungseinsätze (speziell im Berggelände und bei schweren Verkehrsunfällen) sowie Repatriierungsflüge aus dem Ausland wie auch weitere Sekundäreinsätze durch. Die rund 300 Mitarbeiter zählende REGA kann von zehn Helikopterbasen jede Unfallsstelle in der Schweiz (Ausnahme: Wallis, das ein eigenes steuerfinanziertes Luftrettungssystem kennt) innerhalb von 15 Minuten erreichen. Die Fluggeräte sind mit Erzeugnissen der Spitzenmedizin versehen und heben jeweils mit einem Arzt und Sanitäter ab. Neben der Qualifikation als modernstes Luftrettungssystem der Welt zeichnet sich die REGA durch ihre eindrückliche Verankerung in der Bevölkerung ab. Die Stiftung kennt über 2,1 Millionen Gönner, die jährlich Beiträge zwischen 30 CHF (Einzelperson) und 70 CHF (Familien) leisten. Hierfür erlässt ihnen die REGA die Kosten - z.B. die teuren Helikopter-Flugminuten- für die erbrachten oder von ihnen organisierten Rettungsleistungen, sofern Versicherungen, Krankenkassen oder andere leistungspflichtige Dritte für die Kosten des Einsatzes nicht oder nur teilweise aufkommen. Viele REGA-Beitragszahler sind in der Praxis anderweitig gedeckt, so dass sie auch tatsächlich Gönner der Organisation sind. Gönner, deren Rettungskosten allenfalls übernommen werden, können nur Personen mit Wohnsitz in der Schweiz oder Auslandschweizer sein.  Auch wenn die REGA zuweilen, etwa von Versicherern, wegen überhöhten Preisen und Intransparenzen kritisiert wird, kann die Organisation nicht nur als schweizerisches Markenzeichen, sondern auch wegen ihrer Effizienz und Effektivität gelobt werden. Ein staatlich organisierte Flugrettung wäre kaum besser, wahrscheinlich aber teurer, da politische Elemente ins Spiel kämen.